Jede Form der körperlichen Betätigung tut gut - auch mit einem Stoma.
Hier berichten Stomaträger über ihre sportlichen Betätigungen und Erfahrungen. Meistens sind die damit verbundene Ängste unbegründet. Lesen Sie selbst - oder berichten Sie uns von Ihrer Lieblingsbetätigung! Mail: webmaster@ilco.at |
Das Tanzen bewirkt in mir immer ein Gefühl von Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Seit ich 17 bin liebe ich dieses Hobby und auch wenn ich nun ein Ileostoma habe, bleibt diese Leidenschaft ein wichtiger Teil von mir.
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Ich bin Sarah, 25 Jahre jung, und erinnere mich gerne an meine erste Tanzstunde für den bevorstehenden Debütantinnenball. Ich war unglaublich aufgeregt, hab‘ aber nach den ersten Grundschritten schnell gefühlt, wie viel Spaß mir Standardtänze machen und wie selbstbewusst ich mich dabei fühlte. Das hat dazu geführt, dass ich mittlerweile mehrere Tanzkurse besucht habe und dies auch weiterhin tun möchte.
Als ich dann im Mai 2020 die Schockdiagnose Colitis ulcerosa erhielt und mir im November des gleichen Jahres, während einer weiteren Notoperation, ein Ileostoma angelegt wurde, war eine große Sorge von mir, dass ich nicht mehr werde Paartanzen können. Zig Fragen gingen mir durch den Kopf: Würden die häufigen Drehungen dafür sorgen, dass meine Stoma-Versorgung aufgeht? Wird mein Tanzpartner den Stoma-Beutel spüren? Werde ich den Mut haben mich an der Stelle meines Stoma berühren zu lassen? Weiterlesen... |
Im Bulletin der ILCO Schweiz, das unserem ILCO-Magazin entspricht, erschien im Sommer 2020 ein Artikel über Alain Schumacher. Er ist Mitglied der young ilco Bern und leidenschaftlicher Eishockeyspieler.
Für einen Stomaträger ungewöhnlich? |
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Günter Köck ist ein sehr sportlicher Mensch.
Seit rund 25 Jahren ist Segeln eine seiner Leidenschaften. Dann kam aus heiterem Himmel ein Urostoma. Doch Günter lebt seinen Traum weiter. |
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Günter liebt das Wasser. Und so ist es kein Zufall, dass ihn ein väterlicher Freund mit hinaus nimmt. Es ist der Neusiedler See, auf dem Günter lernt, wie man mit einem Segelboot umgeht. Und all das Erlebte, die vielen Stunden auf dem See, das Kennenlernen unterschiedlicher Wettersituationen, das notwendige Verhalten, wenn es brenzlig wird, all das hilft Günter aus der schwierigsten Phase seines bisherigen Lebens herauszukommen. Praktisch von Null wieder zu beginnen, er wiegt nur noch 54 Kilogramm.
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In einem Haus am Waldrand aufgewachsen ist dieser Naturraum für mich von Kindheit an eine gewohnte Umgebung, in der ich mich gerne aufhalte. Der Wald bietet mir Erholung vom Alltag und unterstützt mich in und nach Krankheitsphasen wieder gesund zu werden.
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Seit 41 Jahren lebe ich mit einem Ileostoma. Als dann vor 12 Jahren eine Krebsdiagnose mit mehreren OPs und einer jahrelangen Nachbehandlung dazu kam, brachte mich diese neue Lebenssituation anfangs völlig aus dem Ruder. Zu dieser Zeit habe ich im Wienerwald, in dem ich seit den 90er Jahren in einem kleinen Dorf zu Hause bin, mit dem Nordic-Walken begonnen und damit Durchhaltevermögen und neue Lebenskraft erlangt.
Neben meiner medikamentösen Behandlung wurde die körperliche Bewegung der zweite Pfeiler auf meinem Weg zum Gesund-Werden. Weiterlesen... |
Er ist mehrfacher Meister im Behinderten-Schwimmsport und hat für das ILCO-Magazin ein Interview gegeben. Martin Richter teilt hier seine Erfahrungen mit dem Reisen und vor allem dem Element Wasser mit. Vielen Dank!
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Herr Richter, Sie sind jung, sportlich und sind in Deutschland mehrfacher Meister im Behindertenschwimmsport. Wie und wann kam es dazu, dass Sie das Stoma bekommen haben?
M.R. Ich bin jetzt 33 Jahre und habe seit 2010 ein Colostoma, bedingt durch die chronisch entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn, an der ich 4 Jahre zuvor erkrankte. Eine Fistel zwischen Harnblase und Darm machte die Stomaanlage notwendig. Die Zeit vor und nach der Operation verlief mit vielen Komplikationen und war nicht leicht für mich. Die ersten 6 Monate nach der OP konnte ich mich, weil ich körperlich zu schwach war, nicht selbst versorgen. Bei der Stomaversorgung war ich in den ersten Wochen im Krankenhaus auf die Krankenschwestern angewiesen, zu Hause benötigte ich die Unterstützung des Pflegedienstes und von meiner Mutter. Weiterlesen... |
In den letzten ILCO-Magazinen haben wir Betroffene um ihre Erfahrungen mit Bewegung und sportlicher Betätigung gebeten. Wir freuen uns über einen Beitrag zum Thema Tauchen, einer nicht alltäglichen Sportart.
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Ein Mountainbiker und Läufer berichtet, wie es ihm mit einem Stoma wieder gelungen ist, seine Lieblings-Sportarten wieder auszuüben und worauf er dabei achtet.
Vielen Dank für den Beitrag! |
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Mit 18 Jahren bin ich krank geworden, Colitis Ulcerosa und nicht Morbus Crohn, wie sich viele Jahre später herausstellte; mit 21 Jahren wurde mir der komplette Dickdarm entfernt, ungefähr 14 Jahre hatte ich einen Ileum-Pouch, dann mit 37 Jahren ein endständiges Ileostoma wegen High-grade-Dysplasien im Pouch.
Schon vor meiner Krankheit „brauchte“ ich die sportliche Bewegung, damals hauptsächlich das Fußballspielen auf irgendwelchen Wiesen mit Freunden. Um dorthin zu gelangen benützte ich fast immer das Fahrrad, damals lediglich als Mittel zum Zweck. In den Phasen, in denen es mir besser ging, versuchte ich immer wieder mittels des Fahrrads zu etwas Kondition zu gelangen, und so entdeckte ich das Radeln im Wald, das zu meiner ganz großen Liebe wurde. Im Prinzip war die „Vorbereitung“ dazu, mit dem Stoma ähnlich wie zuvor mit dem Pouch, idealerweise ein kleines Frühstück und am besten nur Schwarztee und keinen Kaffee. Je idealtypischer ich dieses gestaltete, umso „genussvoller“ konnte ich radeln. Ich trage beim Radeln immer eng anliegende Radlerhosen. Die Herausforderung beim Kauf dieser Hosen ist, dass ich sie nicht zu eng mag, weil sich dann schon die kleinste Füllmenge im Stomabeutel unangenehm anfühlt, sich außerdem die Hose ausbeult und ich es nicht mag, wenn das eventuell sichtbar ist. Da ergab sich schon der ein oder andere Fehlkauf, weil mir eine Radlerhose auf den ersten Blick gut gefiel, sich später in der Praxis aber herausstellte, dass sie zu eng ist. Weiterlesen... |
Sie ist immer schon gerne in eine Therme gegangen,
Schwimmen und Saunieren sind das Größte für sie. In einem Fotobericht erzählt sie von ihrer Suche nach geeigneten Accessoirs. |
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Ich liebe es zu schwimmen, den ganzen Tag in der Therme zu plantschen und ganz besonders - zu saunieren. Nach meiner Stomaanlage 2012 habe ich so lange getüftelt, bis ich meine Lieblings-Hobbys wieder ausüben konnte. Meine Ergebnisse findet Ihr hier .. Weiterlesen... |
Österreichische ILCO Stoma-Dachverband
Obere Augartenstraße 26-28, 1020 Wien. Tel: 01/3323863 ZVR: 300476618 Mail: redaktion@ilco.at |